Bleiben Sie auf dem Laufenden

Hier erfahren Sie die Neuigkeiten rund um das Energetische Bauen und Sanieren.

Bei Bedarf informiere ich Sie gerne eingehender über die Themen.

 

KfW: Anpassung der Förderprogramme "Energieeffizient Bauen und Sanieren"

 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat zum 1. April 2016 zahlreiche Änderungen in ihren Förderprogrammen "Energieeffizient Bauen und Sanieren" vorgenommen. Beispielsweise wird für den Neubau von Wohngebäuden das Effizienzhaus-Niveau EH 40 Plus eingeführt und das EH 70 abgeschafft. Die nach EnEV ab 1. Januar 2016 gültige Verschärfung des Primärenergiebedarfs (EnEV 2014, Anlage 1 und 2, Tabelle 1, Zeile 1) ist dabei für KfW-Nachweise nicht relevant.

 

Auch im Gebäudebestand gibt es wesentliche Neuerungen: So werden die Maßnahmenpakete Heizungspaket und Lüftungspaket eingeführt, welche mit Zuschüssen von 12,5 % in der Kreditvariante und 15 % in der Zuschussvariante besonders attraktiv sind. Es gibt also viel zu beachten beim Beantragen einer KfW-Förderung. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zu Verfügung.

EnEV 2014: Neue Regeln seit 01.01.2016 für Neubauten

 

Um den Energiestandard von Neubauten weiter zu erhöhen, wurden in der letzten Novellierung der EnEV Verschärfungen festgelegt, die nun zum 01.01.2016 in Kraft getreten sind. Umgangssprachlich wird daher häufig von der „EnEV 2016“ gesprochen

 

Zum Jahreswechsel 2015/2016 sinkt der maximal zulässige Jahres-Primärenergiebedarf für Neubauten um 25 %. Zugleich steigen die Anforderungen an die energetische Qualität der Gebäudehülle, denn durch eine veränderte Nachweismethode sollen die Transmissionswärmeverluste um ca. 20 % vermindert werden. Somit wurde das KfW-Effizienzhaus 70 praktisch zum Mindeststandard der Energieeinsparverordnung deklariert. Werden diese Anforderungen missachtet, drohen gemäß § 27 Abs. 1 der EnEV Bußgelder von bis zu 50.000 Euro!

Ab August 2015 fördert die KfW jüngere Gebäude und erhöht die Zuschüsse, wie auch den Dahrlehensbetrag

 

Ab August 2015 kann auch fƒür jƒüngere Geb„äude mit Bauantrag bis zum
31.01.2002 eine Fö€rderung beantragt werden. Bislang war der Stichtag
der 01.01.1995.


Hۚhere Zuschğsse und Anhebung des Darlehensbetrages
Füƒr die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus werden sowohl die Zuschƒüsse
als auch die Tilgungszuschğsse der Darlehensprogramme um 5
Prozentpunkte angehoben.

Zudem erhö€ht sich der H€öchstbetrag füƒr einen KfW-Effizienzhaus-Sanierungskredit auf 100.000,- Euro je Wohneinheit.
Grundsä„tzlich gilt weiterhin: Je anspruchsvoller der
Energieeffizienzstandard des Wohnhauses nach der Sanierung, desto
hö€her fä„llt die staatliche F€örderung ƒüber die KfW aus.

Beim Kredit Einzelmaßnahmen wird neu eingeführt, dass es zum zinsgünstigen Kredit einen Tilgungszusschuss in der Höhe von 7,5 %, bis zu 3.750,- Euro je Wohneinheit gibt, nach erfolgreichen Abschluss der Maßnahmen.

MAP-Förderung ab April 2015 deutlich verbessert

 

Das neue Marktanreizprogramm erhöht bei fast allen Fördersegmenten die Fördersätzen, dass betrifft Solarkollektoranlagen, Holzheizungen und Wärmepumpen. Anträge erfolgen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

 

Solaranlagen

Eine thermische Solaranlage mit 12 Quadratmeter Kollektorfläche, die

Energie für Heizung und Warmwasser liefert, wird  mit mindestens

2.000 Euro gefördert. Wieder neu eingeführt wird die Förderung für

Solaranlagen zur reinen Warmwasserversorgung: Bei einer Kollektorfläche

von mindestens drei bis maximal zehn Quadratmeter gibt der Staat 500 Euro

dazu, bis 40 Quadratmeter 50 Euro pro Quadratmeter. Innovative Anlagen mit einer großen Kollektorfläche werden mit 100 Euro pro Quadratmeter

gefördert.  Wer seinen alten Kessel beispielsweise durch ein neues ‚Öl- oder Gas-Brennwertgerät ersetzt, erhält einen Bonus von 500 Euro. Installieren Hausbesitzer zusätzlich zur Solaranlage eine förderfähige Pelletheizung oder Wärmepumpe als Heizsystem, erhalten sie einen weiteren Bonus von 500 Euro.

 

Holzheizungen

Für Pelletkessel wird die Förderung von derzeit 2.400 Euro auf 3.000 Euro

angehoben. Bei einem Pelletkessel mit Brennwertnutzung sind es mindestens 4.500 Euro. Den Einbau eines neuen Holzpelletkessels mit Pufferspeicher unterstützt der Staat mit mindestens 3.500 Euro, bei Brennwerttechnik sind es mindestens 5.250 Euro. Für Pelletöfen mit Wassertasche gibt es mindestens 2.000 Euro. Werden die Biomasseanlagen mit einer Solarkollektoranlage oder einer effizienten Wärmepumpe kombiniert oder wird der Kessel an ein Wärmenetz angeschlossen, gibt es zusätzlich 500 Euro.

 

Wärmepumpen

Bei der Förderung der Wärmepumpe kommt es auf die verwendete Technik an. Für eine Erdwärmepumpe gibt es mindestens 4.000 Euro Fördermittel. Der Einbau einer Luft-Wärmepumpe wird mit mindestens 1.300 Euro bezuschusst. Auch bei Wärmepumpen unterstützt der Staat die Kombination mit anderen modernen Heizanlagen sowie Optimierungsmaßnahmen. Einen Bonus gibt es für Anlagen mit der Fähigkeit zum Lastmanagement.

 

BAFA erhöht ab 1. März 2015 die Zuschüsse für eine Energieberatung

Mehr Förderung für Hauseigentümer bei der Vor-Ort-Beratung

Eigentümer, die ihr Haus energetisch sanieren möchten, sollten vor Beginn

der Maßnahmen eine staatlich geförderte Vor-Ort-Beratung mit einem

Energieexperten durchführen. Ab 1. März 2015 gibt es dafür höhere

Zuschüsse. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern beläuft sich der Zuschuss

dann auf maximal 800 Euro, bei Wohnhäusern mit mindestens drei

Wohneinheiten auf maximal 1.100 Euro. Wohneigentümergemeinschaften

können weitere Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen, mit einem Zuschuss von 500 Euro für die Erläuterung der Ergebnisse auf einer Eigentümergemeinschaft.

Anforderungen nach EnEV 2014 die für 2015 verpflichtend werden

  • Austausch alter Heizkessel                                                                  Öl- und Gas-Standardheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, dürfen ab 1. Januar 2015 nicht mehr betrieben und müssen ausgetauscht werden. Durch Ausnahmeregelungen sind zahlreiche Heizkessel jedoch nicht betroffen. Dies gilt zum Beispiel für Brennwert- oder Niedertemperaturkessel sowie Heizkessel in selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Überprüfung erfolgt durch den Schornsteinfeger. Auch für neue und alte Kamin- und Kachelöfen gelten ab 2015 strengere Regeln für den Aussto߇ von Staub und Kohlenmonoxid. Deswegen sollten Verbraucher beim Neukauf und bei der ‚Überprüfung bestehender …Öfen ihren Schornsteinfeger fragen, ob die neuen Anforderungen erfüllt sind oder ob nachgerüstet werden muss.

 

  • Dämmung oberste Geschossdecke                                                      Mit wenigen Ausnahmen müssen Hausbesitzer bis Ende 2015 die oberste Geschossdecke oder das Dach ihrer unbeheizten Dachräume dämmen, sofern der Mindestwärmeschutz nicht erfüllt ist.

 

  • Energieausweis in Immobilienanzeigen wird Pflicht

    Ein Bußgeld riskiert, wer ab 1. Mai 2015 in einer Immobilienanzeige

    keine Pflichtangaben zur Energieeffizienz macht. In der

    Immobilienanzeige müssen das Baujahr des Hauses, der Energieträger der Heizung, der Endenergieverbrauch oder -bedarf aus dem Energieausweis und die Art des Ausweises dargestellt sein

Wesentliche Inhalte der Novellierung der EnEV 2014

 

1. Vorgaben für das Bauen

  • Angemessene und wirtschaftlich vertretbare Anhebungen der energetischen Anforderungen an Neubauten ab dem 1. Januar 2016 um durchschnittlich 25 Prozent des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs und um durchschnittlich 20 Prozent bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle - dem sogenannten zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten. Die Anhebung der Neubauanforderungen ist ein wichtiger Zwischen-Schritt hin zum EU-Niedrigstenergiegebäudestandard, der spätestens ab 2021 gilt.
  • Ab dem Jahr 2021 müssen nach europäischen Vorgaben alle Neubauten im Niedrigstenergiegebäudestandard errichtet werden. Für Neubauten von Behördengebäuden gilt dies bereits ab 2019. Das sieht im Wege einer Grundpflicht das bereits geänderte Energieeinsparungsgesetz, das im Juli dieses Jahres bereits in Kraft getreten ist, vor. Die konkreten Vorgaben an die energetische Mindestqualität von Niedrigstenergiegebäuden werden rechtzeitig bis spätestens Ende 2016 – für Behördengebäude - bzw. Ende 2018 – für alle Neubauten - festgelegt.
  • Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist keine Verschärfung vorgesehen, mit geringfügen Ausnahmen. Die Anforderungen bei der Modernisierung der Außenbauteile sind hier bereits sehr anspruchsvoll. Das hier zu erwartende Energieeinsparpotenzial wäre bei einer zusätzlichen Verschärfung im Vergleich zur EnEV 2009 nur gering.
  • Auf Wunsch des Bundesrates wurde die Pflicht zum Austausch alter Heizkessel (Jahrgänge älter als 1985 bzw. älter als 30 Jahre) erweitert. Bisher galt diese Regelung fürKessel, die vor 1978 eingebaut wurden. Nicht betroffen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben. Erfasst werden demnach nur sogenannte Konstanttemperaturheizkessel. Der Anwendungsbereich der Pflicht ist also begrenzt. Außerdem sind viele selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser von der Pflicht ausgenommen. Hier gilt die bereits seit der EnEV 2002 bestehende Regelung fort, nach der Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die am 1. Februar 2002 in diesen Häusern mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, von der Austauschpflicht ausgenommen sind. Im Falle eines Eigentümerwechsels ist die Pflicht vom neuen Eigentümer innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen.

 

2. Vorgaben für Energieausweise

  • Einführung der Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in kommerziellen Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung: Auf Wunsch des Bundesrates ist Teil dieser Pflicht nun auch die Angabe der Energieeffizienzklasse. Diese umfasst die Klassen A+ bis H. Die Regelung betrifft allerdings nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden. Das heißt: Liegt für das zum Verkauf oder zur Vermietung anstehende Wohngebäude ein gültiger Energieausweis nach bisherigem Recht, also ohne Angabe einer Energieeffizienzklasse, vor, besteht keine Pflicht zur Angabe einer Klasse in der Immobilienanzeige. Auf diese Weise können sich die Energieeffizienzklassen nach und nach am Markt etablieren.
  • Präzisierung der bestehenden Pflicht zur Vorlage des Energieausweises gegenüber potenziellen Käufern und Mietern: Bisher war vorgeschrieben, dass Energieausweise zugänglich gemacht werden müssen. Nun wird präzisierend festgelegt, dass dies zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- bzw. Mietobjekts geschehen muss.
  • Darüber hinaus muss der Energieausweis nun auch an den Käufer oder neuen Mieter ausgehändigt werden (Kopie oder Original).
  • Einführung der Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in bestimmten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr, der nicht auf einer behördlichen Nutzung beruht, wenn bereits ein Energieausweis vorliegt. Davon betroffen sind z.B.: größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants oder Banken.
  • Erweiterung der bestehenden Pflicht der öffentlichen Hand zum Aushang von Energieausweisen in behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr auf kleinere Gebäude (mehr als 500 qm, bzw. ab Juli 2015 mehr als 250 qm Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr).

 

3. Stärkung des Vollzugs der EnEV

  • Einführung unabhängiger Stichprobenkontrollen durch die Länder fürEnergieausweise und Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen (gemäß EU-Vorgabe).

 

(Quelle Gemeinsame Pressemitteilung BMVBS und BMWI)

Ausschluss der Mietminderung bei energetischer Modernisierung

§ 536 Abs. 1a BGB-E regelt neu, dass Beeinträchtigungen des Mietgebrauchs während einer (zusammenhängenden) Dauer von drei Monaten nicht zu einer Minderung führen, soweit diese aufgrund einer Maßnahme eintritt, die einer energetischen Modernisierung nach § 555b Nr. 1 BGB-E dient. § 555b Nr. 1 BGB-E definiert Modernisierungsmaßnahmen als bauliche Veränderungen, durch die in Bezug auf die Mietsache Endenergie nachhaltig eingespart wird (energetische Modernisierung). Nach dieser Fassung gilt der Minderungsausschluss ausschließlich für eine energetische Modernisierung.

 

Ankündigung von Modernisierungsmaßnahmen

Gemäß § 555c BGB-E hat der Vermieter dem Mieter eine Modernisierungsmaßnahme spätestens drei Monate vor ihrem Beginn in Textform anzukündigen. Formales Erfordernis der Modernisierungsankündigung ist nunmehr, dass die Art und der voraussichtliche Umfang der Modernisierungsmaßnahme in wesentlichen Zügen sowie der voraussichtliche Beginn und die voraussichtliche Dauer der Modernisierungsmaßnahme mitzuteilen ist. Ist eine Mieterhöhung bei Modernisierung nach § 559 BGB vorgesehen, so muss ferner der Betrag der zu erwartenden Mieterhöhung sowie die voraussichtlichen künftigen Betriebskosten angegeben werden.

 

Duldung von Modernisierungsmaßnahmen, Ausschlussfrist

Der neue § 555d BGB-E bestimmt, dass der Mieter eine Modernisierungsmaßnahme zu dulden hat. Nach Abs. 2 soll eine Duldungspflicht nur dann nicht bestehen, wenn die Modernisierungsmaßnahme für den Mieter, seine Familie oder einen Angehörigen seines Haushalts eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen von Vermieter und Mieter sowie von Belangen der Energieeinsparung und des Klimaschutzes nicht zu rechtfertigen ist.

Klargestellt wird, dass die zu erwartende Mieterhöhung sowie die voraussichtlichen künftigen Betriebskosten bei der Abwägung außer Betracht bleiben. Der Beginn einer Modernisierungsmaßnahme kann also mit dieser Begründung nicht durch den Mieter verzögert werden, bleibt aber bei einer evtl. Mieterhöhung nach § 559 BGB zu berücksichtigen.