Bleiben Sie auf dem Laufenden

Hier erfahren Sie die Neuigkeiten rund um das Energetische Bauen und Sanieren.

Bei Bedarf informiere ich Sie gerne eingehender über die Themen.

 

Steuerliche Absetzbarkeit energetischer Sanierungen
 
Am 07.01.2020 ist die Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (Energetische Sanierungsmaßnahme-Verordnung-ESanMV) in Kraft getreten
 

Die wichtigsten Regelungen zur Einführung einer steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen:
Bei energetischen Sanierungsmaßnahmen kann die Einkommensteuer auf Antrag um insgesamt 20% der Investitionskosten wie folgt reduziert werden: Im Kalenderjahr des Abschlusses der energetischen Maßnahme und im nächsten Kalenderjahr um je 7 % der Aufwendungen des Steuerpflichtigen - höchstens jedoch um je 14.000 Euro. Im übernächsten Kalenderjahr um 6 % der Aufwendungen des Steuerpflichtigen – höchstens jedoch um 12.000 Euro. Die Förderung kann für mehrere Einzelmaßnahmen an einem Gebäude in Anspruch genommen werden; je Gebäude beträgt der Höchstbetrag der Steuerermäßigung 40.000 Euro. Die Steuerermäßigung kann nur für eigene Gebäude in Anspruch genommen werden, die älter als 10 Jahre sind und die im jeweiligen Kalenderjahr "ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken" genutzt werden.

Bundesförderung für Energieberatungen für Wohngebäude

 

Zum 01.02.2020 tritt die „Richtlinie für die Bundesförderung für Energieberatungen von Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ in einer überarbeiteten Fassung in Kraft.
Erhöhung der Zuschüsse zum 01.02.2020 mit 1.300 € Zuschuss für Ein- und Zweifamilienhäuser und 1.700 Euro für Wohngebäude mit mehr als drei Wohneinheiten.

Erhöhung der KfW Förderungen / Energieeffizient Sanieren (151/152/218/219/277/278/430) und Energieeffizient Bauen (153)

 

Erhöhung der Tilgungszuschüsse bzw. Zuschüsse zum 24.01.2020


Die KfW erhöht die Tilgungszuschüsse bei der Sanierung von Wohngebäuden um 12,5% und die Investitionszuschüsse um 10%. Die Tilgungszuschüsse für den Neubau von Wohngebäuden werden ebenfalls um 10% erhöht.
Bei Nichtwohngebäuden werden die Tilgungszuschüsse in der Sanierung von KfW-Effizienzgebäuden um 10% erhöht, für Einzelmaßnahmen um 15%.

Beim Neubau von Nichtwohngebäuden bleiben die Tilgungszuschüsse unverändert.
Diese Änderung gilt für Anträge, die ab dem 24.01.2020 bei der KfW eingehen (Wohngebäude) bzw. zugesagt werden (Nichtwohngebäude).


Die KfW erhöht die Förderhöchstbeträge für KfW-Effizienzhäuser auf 120.000 EUR pro Wohneinheit. Diese Änderung gilt für Anträge, die ab dem 24.01.2020 bei der KfW eingehen.

Informationen der KfW zur Änderung der Gebäudeförderung zum 01.01.2020

 

Vor dem Hintergrund der Klimabeschlüsse der Bundesregierung wurden zum 01.01.2020 die im Folgenden aufgeführten Produktänderungen umgesetzt. Der politische Entscheidungsprozess zur steuerlichen Förderung wurde erst am 20.12.2019 abgeschlossen.

 

Anpassung der Heizungsförderung zum 01.01.2020 in den Produkten Energieeffizient Bauen und Sanieren (151/152, 153, 430)

 

Die Förderung von Öl-Brennwertkesseln, Gas-Brennwertkesseln sowie Hybridheizungen als Einzelmaßnahme (151/152) wurde eingestellt.

Heizungsanlagen werden für Wohngebäude seit dem 01.01.2020 als Einzelmaßnahme nur noch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.

 

Die Verwendungszwecke "Heizungspaket" und "Lüftungspaket" wurden ebenfalls eingestellt. Die Verwendungszwecke "Anschluss an Fern-, Nahwärmeversorgung" und "Optimierung des Heizungssystems" werden fortgeführt.

 

Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus (151/430) werden Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl (z. B. Öl-Brennwertkessel) nicht mehr gefördert. Unabhängig davon müssen Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl weiterhin bei der energetischen Berechnung für ein KfW-Effizienzhaus berücksichtigt werden.

 

Der Neubau von Wohngebäuden (153) wird nicht mehr gefördert, wenn ein Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl  (z. B. Öl-Brennwertkessel) eingebaut wird.

Die Änderungen gelten für wohnwirtschaftliche Kreditanträge, die ab dem 01.01.2020 bei der KfW eingehen.

 

Es gibt keine Änderungen der Förderung für Brennstoffzellen (433) und für die Baubegleitung (431).

Umsetzung Gebäude Energie Gesetzt (GEG)

 

Für die Umsetzung der EU Gebäuderichtlinie (2010) muss noch auf nationaler Ebene das neue Gebäude Energie Gesetz (GEG) verabschiedet werden. Für das neue GEG werden die bisher bestehenden Gesetze wie Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengeführt.  Einer der Gründe für das neue GEG ist die Einführung des Niedrigstenergie-Standards für Neubauten: ab 2019 für öffentliche und ab 2021 für privatwirtschaftliche Gebäude.

KfW: Anpassung der Förderprogramme "Energieeffizient Bauen und Sanieren"

 

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat zum 1. April 2016 zahlreiche Änderungen in ihren Förderprogrammen "Energieeffizient Bauen und Sanieren" vorgenommen. Beispielsweise wird für den Neubau von Wohngebäuden das Effizienzhaus-Niveau EH 40 Plus eingeführt und das EH 70 abgeschafft. Die nach EnEV ab 1. Januar 2016 gültige Verschärfung des Primärenergiebedarfs (EnEV 2014, Anlage 1 und 2, Tabelle 1, Zeile 1) ist dabei für KfW-Nachweise nicht relevant.

EnEV 2014: Neue Regeln seit 01.01.2016 für Neubauten

 

Um den Energiestandard von Neubauten weiter zu erhöhen, wurden in der letzten Novellierung der EnEV Verschärfungen festgelegt, die nun zum 01.01.2016 in Kraft getreten sind. Umgangssprachlich wird daher häufig von der „EnEV 2016“ gesprochen

 

Zum Jahreswechsel 2015/2016 sinkt der maximal zulässige Jahres-Primärenergiebedarf für Neubauten um 25 %. Zugleich steigen die Anforderungen an die energetische Qualität der Gebäudehülle, denn durch eine veränderte Nachweismethode sollen die Transmissionswärmeverluste um ca. 20 % vermindert werden. Somit wurde das KfW-Effizienzhaus 70 praktisch zum Mindeststandard der Energieeinsparverordnung deklariert. Werden diese Anforderungen missachtet, drohen gemäß § 27 Abs. 1 der EnEV Bußgelder von bis zu 50.000 Euro!

Anforderungen nach EnEV 2014 die für 2015 verpflichtend werden

  • Austausch alter Heizkessel                                                                  Öl- und Gas-Standardheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, dürfen ab 1. Januar 2015 nicht mehr betrieben und müssen ausgetauscht werden. Durch Ausnahmeregelungen sind zahlreiche Heizkessel jedoch nicht betroffen. Dies gilt zum Beispiel für Brennwert- oder Niedertemperaturkessel sowie Heizkessel in selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Überprüfung erfolgt durch den Schornsteinfeger. Auch für neue und alte Kamin- und Kachelöfen gelten ab 2015 strengere Regeln für den Aussto߇ von Staub und Kohlenmonoxid. Deswegen sollten Verbraucher beim Neukauf und bei der ‚Überprüfung bestehender …Öfen ihren Schornsteinfeger fragen, ob die neuen Anforderungen erfüllt sind oder ob nachgerüstet werden muss.

  • Dämmung oberste Geschossdecke                                                      Mit wenigen Ausnahmen müssen Hausbesitzer bis Ende 2015 die oberste Geschossdecke oder das Dach ihrer unbeheizten Dachräume dämmen, sofern der Mindestwärmeschutz nicht erfüllt ist.

  • Energieausweis in Immobilienanzeigen wird Pflicht

    Ein Bußgeld riskiert, wer ab 1. Mai 2015 in einer Immobilienanzeige

    keine Pflichtangaben zur Energieeffizienz macht. In der

    Immobilienanzeige müssen das Baujahr des Hauses, der Energieträger der Heizung, der Endenergieverbrauch oder -bedarf aus dem Energieausweis und die Art des Ausweises dargestellt sein

Wesentliche Inhalte der Novellierung der EnEV 2014

 

1. Vorgaben für das Bauen

  • Angemessene und wirtschaftlich vertretbare Anhebungen der energetischen Anforderungen an Neubauten ab dem 1. Januar 2016 um durchschnittlich 25 Prozent des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs und um durchschnittlich 20 Prozent bei der Wärmedämmung der Gebäudehülle - dem sogenannten zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten. Die Anhebung der Neubauanforderungen ist ein wichtiger Zwischen-Schritt hin zum EU-Niedrigstenergiegebäudestandard, der spätestens ab 2021 gilt.
  • Ab dem Jahr 2021 müssen nach europäischen Vorgaben alle Neubauten im Niedrigstenergiegebäudestandard errichtet werden. Für Neubauten von Behördengebäuden gilt dies bereits ab 2019. Das sieht im Wege einer Grundpflicht das bereits geänderte Energieeinsparungsgesetz, das im Juli dieses Jahres bereits in Kraft getreten ist, vor. Die konkreten Vorgaben an die energetische Mindestqualität von Niedrigstenergiegebäuden werden rechtzeitig bis spätestens Ende 2016 – für Behördengebäude - bzw. Ende 2018 – für alle Neubauten - festgelegt.
  • Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist keine Verschärfung vorgesehen, mit geringfügen Ausnahmen. Die Anforderungen bei der Modernisierung der Außenbauteile sind hier bereits sehr anspruchsvoll. Das hier zu erwartende Energieeinsparpotenzial wäre bei einer zusätzlichen Verschärfung im Vergleich zur EnEV 2009 nur gering.
  • Auf Wunsch des Bundesrates wurde die Pflicht zum Austausch alter Heizkessel (Jahrgänge älter als 1985 bzw. älter als 30 Jahre) erweitert. Bisher galt diese Regelung fürKessel, die vor 1978 eingebaut wurden. Nicht betroffen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben. Erfasst werden demnach nur sogenannte Konstanttemperaturheizkessel. Der Anwendungsbereich der Pflicht ist also begrenzt. Außerdem sind viele selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser von der Pflicht ausgenommen. Hier gilt die bereits seit der EnEV 2002 bestehende Regelung fort, nach der Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die am 1. Februar 2002 in diesen Häusern mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, von der Austauschpflicht ausgenommen sind. Im Falle eines Eigentümerwechsels ist die Pflicht vom neuen Eigentümer innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen.

 

2. Vorgaben für Energieausweise

  • Einführung der Pflicht zur Angabe energetischer Kennwerte in kommerziellen Immobilienanzeigen bei Verkauf und Vermietung: Auf Wunsch des Bundesrates ist Teil dieser Pflicht nun auch die Angabe der Energieeffizienzklasse. Diese umfasst die Klassen A+ bis H. Die Regelung betrifft allerdings nur neue Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden. Das heißt: Liegt für das zum Verkauf oder zur Vermietung anstehende Wohngebäude ein gültiger Energieausweis nach bisherigem Recht, also ohne Angabe einer Energieeffizienzklasse, vor, besteht keine Pflicht zur Angabe einer Klasse in der Immobilienanzeige. Auf diese Weise können sich die Energieeffizienzklassen nach und nach am Markt etablieren.
  • Präzisierung der bestehenden Pflicht zur Vorlage des Energieausweises gegenüber potenziellen Käufern und Mietern: Bisher war vorgeschrieben, dass Energieausweise zugänglich gemacht werden müssen. Nun wird präzisierend festgelegt, dass dies zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- bzw. Mietobjekts geschehen muss.
  • Darüber hinaus muss der Energieausweis nun auch an den Käufer oder neuen Mieter ausgehändigt werden (Kopie oder Original).
  • Einführung der Pflicht zum Aushang von Energieausweisen in bestimmten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr, der nicht auf einer behördlichen Nutzung beruht, wenn bereits ein Energieausweis vorliegt. Davon betroffen sind z.B.: größere Läden, Hotels, Kaufhäuser, Restaurants oder Banken.
  • Erweiterung der bestehenden Pflicht der öffentlichen Hand zum Aushang von Energieausweisen in behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr auf kleinere Gebäude (mehr als 500 qm, bzw. ab Juli 2015 mehr als 250 qm Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr).

 

3. Stärkung des Vollzugs der EnEV

  • Einführung unabhängiger Stichprobenkontrollen durch die Länder für Energieausweise und Berichte über die Inspektion von Klimaanlagen (gemäß EU-Vorgabe).

 

(Quelle Gemeinsame Pressemitteilung BMVBS und BMWI)